Vom Badekarren zum Beach Club
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die hölzernen Badekarren (Umkleidekabinen) am Strand zunehmend von festen Strandkabinen abgelöst. Pioniere wie der Albert Strand (nahe des Casinos) feierten bereits ihr 100-jähriges Bestehen. Die Urgroßeltern der heutigen Betreiber vermieteten Strandstühle, Sonnenschirme und sogar modische Badeanzüge, die sie extra aus Paris importierten.

Foto: Albertstrand
Jahrzehntelang war ein gastronomisches Angebot unvorstellbar, da es am Strand weder fließendes Wasser noch Strom gab. In den 1990er Jahren begannen die ersten Betreiber (wie das Pura Vida), feste sanitäre Anlagen und grundlegende Infrastruktur im Sand zu vergraben – der Grundstein für die heutige Strandgastronomie.

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Im Jahr 2000 bauten die ersten traditionellen Kabinenvermieter feste hölzerne Barbereiche an ihre Verleihstationen an. Und so wurde aus den einfachen Verleihbuden im Laufe der Jahre die heutigen 24 Beachclubs.
Sperrstunde
Mit der Infrastruktur in den 1990er Jahren und dem damit verbundenen Alkoholauschank entwickelte sich der Tag am Strand mehr und mehr zur Party. Um die Ruhe der Anwohner zu schützen, und auch als Maßnahme gegen Schlägereien und Vandalismus durch Betrunkene, wurde die Sperrstunde ab 20 Uhr beschlossen und ist seit dem fester Bestandteil der Strandkonzessionen.
Musik
Die schon damals bestehende Lärmgrenze wurde von den Betreibern gerne ignoriert, was dazu führte, dass sich die Strandbars zu Open-Air-Diskotheken entwickelten und auch tagsüber den übrigen Strandbesuchern wenig Ruhe gönnten. Deshalb wurde im Sommer 2000 die Reißleine gezogen und Musik komplett verboten. Erst seit 2023 ist Hintergrundmusik unter extrem strengen Auflagen wieder erlaubt.